Reputationsmanagement

Reputationsmanagement

«If you’re going through hell, keep going.» (Winston Churchill)

Frank Bodin weiss aus eigener Erfahrung um die «Loneliness at the top» und wie hilfreich es sein kann, jemanden zur Seite zu haben, mit dem man vertrauensvoll unterschiedliche Wege und Szenarien auseinandersetzen kann.

Auszug aus einem
Beitrag in der Bilanz
«Warum Martin Schulz
die Bundestagswahl
verlieren musste»

Warum Martin Schulz die Bundestagswahl verlieren musste

Noch nie war der Wandel der Welt derart rasant. Überraschende Machtwechsel bei Wahlen mehren sich. Plötzlich sind Persönlichkeiten wie ein Justin Trudeau da, ein Mann, der sich für Cannabis und Feminismus engagiert und auch auf einem Laufsteg eine gute Figur machen würde. Oder Emmanuel Macron, der die Massen «En Marche» verzückte. Viele Menschen wollen den Wandel so sehr, dass sie selbst einem Versprechen wie «Make America great again» erliegen.

Martin Schulz raucht weder Canabis noch trägt er ein Toupet. Das spricht für ihn und sprach gegen seine Wahl. Dabei lag die Bereitschaft zum Machtwechsel auch in Deutschland in der Frühlingsluft. Zu Beginn des Jahres schien es, dass Merkel ausgemerkelt haben könnte. Die Leute haben‘s gesehen: Diese farbigen Oberteile zu farblosen Hosen. Diese Merkel-Raute. Diese einschläfernde Gelassenheit. Diese mäandernden Sätze, die um die Probleme herum-merkeln wie zum Beispiel «Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.»

Martin Schulz hatte nicht mal die Raute. Die Formulierung seiner Mission könnte von einem Sonntagsschullehrer stammen: «Zeit für mehr Gerechtigkeit.» Für eine solche Parole hat niemand Zeit. Mit Merkel versus Schulz traf eine Frau mit der grossen Eigenschaft, wenige Eigenschaften zu haben, auf den Mann ohne Eigenschaften. Das war keine wirkliche Herausforderung für Merkel und keine Alternative für Deutschland. Es verwundert nicht, dass die Wähler bei der Da-weiss-man-was-man-hat-Strategie blieben. «Da weiss man, was man hat» war der berühmte Slogan für ein Deutsches Waschmittel. Nicht besonders originell, aber ein Original. Genau wie Angela Merkel. Waschmittelwerbung ist bis heute ein Synonym für eher langweilige, aber dennoch effektive Werbung. Angela Merkel wusste von Beginn an, dass sich damit zwar kein neuer Staat machen-, aber die Wiederwahl gewinnen lässt.

https://twitter.com/FrankBodin/status/915556437149061120

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